Blasensenkung

Eine Blasensenkung (Zystozele) liegt vor, wenn die Blasenwand sich in die vordere Scheidenwand vorwölbt. Sie entsteht zum Beispiel durch eine Gewebeschädigung, die während einer Entbindung entstanden ist. Das Gewebe ist überdehnt und zerrissen. Auch im Laufe des Alters wird das Bindegewebe immer schwächer. Das ist besonders bei Frauen der Fall, die mehrere Kinder geboren haben. Manchmal liegt auch genetisch bedingt eine angeborene Bindegewebsschwäche vor.

Welches sind die Symptome einer Blasensenkung?

  • häufiger Harndrang
  • Entweichen von Harn beim Lachen, Niesen, Husten und schwerem Heben
  • eventuell das Gefühl einer Auftreibung der Scheide

Wie wird eine Blasensenkung behandelt?

Sie ist nicht heilbar. Man kann lediglich durch Benutzen von Pessaren oder Stützringen die Beschwerden vorübergehend mildern. Bei einer Blasensenkung kann nur eine operative Scheidenplastik Abhilfe schaffen. Dabei wird durch Raffung der überdehnten Bänder und Muskeln der Halteapparat wiederhergestellt. Geschädigtes und überflüssiges Gewebe schneidet der Chirurg heraus. Diese OP kann ein bis zwei Stunden dauern. Es ist keine schwere Operation. Trotzdem muss sie von einem erfahrenen Operateur ausgeführt werden.

Bei einer Blasensenkung kann eine operative Scheidenplastik Abhilfe leisten

Bei einer Blasensenkung kann eine operative Scheidenplastik Abhilfe leisten

Was sind die Folgen einer Blasensenkung?

Die Behandlung durch eine operative Scheidenplastik verläuft fast immer erfolgreich.
Es kann sein, dass die Patientin für ein paar Tage einen Katheder in die Blase gelegt bekommt, damit die normale Blasenfunktion erleichtert wird. Man kann nach der OP schon bald wieder aufstehen und nach wenigen Tagen die Klinik verlassen. In den ersten ein bis zwei Wochen ist die Blasenentleerung manchmal etwas erschwert; was sich aber mit der Zeit von selbst gibt. Eine Frau kann anschließend auch durchaus noch einmal Nachwuchs gebären. Wahrscheinlich dann aber per Kaiserschnitt, da sich der Geburtskanal eventuell nach der Operation nicht mehr genügend dehnen und weiten kann. Bei einer Geburt auf normalem Wege könnte es zu einem Rückfall der Zystozele kommen. Ansonsten ist aber mit keinerlei Folgen zu rechnen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *